Demenz - wenn ich mich nicht mehr erinnern kann...
Die Zahl demenzkranker, alter Menschen steigt stetig an. Hirnleistungsstörungen im Alter sind wesentliche Ursache von Pflegebedürftigkeit. Morbus Alzheimer ist die häufigste Form der senilen Demenz. Symptome wie Vergesslichkeit, Orientierungsstörungen, Sprachstörungen und Aggressivität führen zu Einbußen der Lebensführung und Lebensqualität. Der hirnorganisch bedingte Abbauprozess lässt sich gegenwärtig und auch in naher Zukunft medizinisch im Sinne einer Heilung nicht beeinflussen.
Demenzkranke brauchen in erster Linie Liebe, Verständnis, Akzeptanz und Wertschätzung. Dabei bedeutet Wertschätzung eine grundsätzliche Offenheit der Pflegenden gegenüber den demenzkranken Menschen und deren besonderen Bedürfnissen. Das Sich-Einlassen auf die Welt des Verwirrten ist wesentliche Vorrausetzung für eine angemessene Pflege.
Die Arbeit mit Demenzkranken erfordert Mut zum Experiment. Eine Kontaktaufnahme erfolgt am ehesten über die erspürte Stimmung bei den Betroffenen, die häufig eine Suche nach der sprichwörtlichen Nadel im Heuhaufen ist. Bei seiner "Reise in die Vergangenheit" kann der Demenzkranke von den Pflegenden begleitet und mit dem Wissen über seine Person wieder zurück in die Realität geführt werden.
Unerlässliche Hilfen zur Begleitung demenzkranker Menschen:
- Schaffung einer sinnvollen Tagesstruktur,
- Methodische Ansätze wie Validation, Snoezelen oder Milieutherapie.
