Leben - Sterben - Tod
In der Bibel, am Beispiel der Geschichte vom Samenkorn, begegnet uns der Zusammenhang von Leben und Tod sehr deutlich: Neues Getreide kann nicht hervorkommen, wenn das alte Samenkorn nicht stirbt. Leben ist angewiesen auf den Tod, ohne Tod gibt es kein Leben. Leben heißt Werden und Wachsen auf der einen Seite, Vergehen und Abnehmen auf der anderen Seite. Beginn und Ende unseres Lebens sind letztlich unserem Zugriff entzogen.
Wir verstehen das Sterben als einen Teil des Lebens. Im täglichen Leben sind wir aufeinander angewiesen: Beim Lernen, beim Arbeiten, in der Freude, beim Feiern, in der Hilflosigkeit. Wir brauchen einander in Enttäuschung, Krankheit und Leid. Und wir brauchen Menschen beim "Aus-der-Welt-Gehen", beim Sterben; jemanden, der in dieser Situation besondere Hilfe gibt oder beisteht. Wir wollen helfen und beistehen, ganz besonders dort, wo die in unseren Häusern lebenden Menschen, gleich welcher Weltanschauung und Religion, ohne die tätige Hilfe des Anderen nicht mehr auskommen können. So wollen wir im Leben und im Sterben "Sorge tragen".
