Pressemitteilung

Caritas: Alter digital gedacht

21_11_29_ausstellung-digitales-alterStudenten der Fachhochschule haben mit Dr. Gesa Linnemann eine interaktive Ausstellung zur Digitalisierung im Alter gestaltet, die derzeit im Diözesancaritasverband Münster gezeigt wird.Michael Feuersenger/Caritas Münster

Münster (cpm). Zwei große Entwicklungen bestimmen unsere Gesellschaft jetzt und in Zukunft: Der demografische Wandel und die Digitalisierung. Studierende der Fachbereichs Sozialwesen der Fachhochschule Münster sind der Frage nachgegangen, wie sich die Digitalisierung nutzen lässt, um im Alter die geistige Gesundheit zu fördern und Menschen mit dementiellen Veränderungen zu unterstützen. Sie haben dazu eine interaktive Ausstellung entwickelt, die aktuell in der Geschäftsstelle des Caritasverbands für die Diözese Münster zu sehen ist.

"Die Ausstellung wurde von den Studierenden im Rahmen eines Theorie-Praxis-Projektes konzipiert und umgesetzt", berichtet Dr. Gesa Alena Linnemann, die das Projekt wissenschaftlich begleitet. Sie forscht und lehrt als Nachwuchsprofessorin an der FH Münster zu Digitalisierung und Alter und arbeitet darüber hinaus im Referat Altenhilfe des Caritasverbands für die Diözese Münster. "Die Wanderausstellung richtet sich an ein breites Publikum", erklärt Linnemann: "Sie lädt dazu ein, aktuelle und innovative Ideen kennenzulernen." Neue Möglichkeiten zur Unterhaltung und Anregung - etwa mit Tablets oder Virtuelle-Realitäts-Brillen - spielten dabei ebenso eine Rolle wie Formen der "digitalen Prävention" bis hin zum reflektierten Einsatz von Ortungssystemen und emotionaler Robotik, so Linnemann.

"Digitale Angebote stellen in den Bereichen Kommunikation, Beschäftigung sowie Bildung und Kultur bedeutsame Ressourcen dar - auch und gerade im Alter", betont Linnemann. Das gelte zudem dort, wo Unterstützung und Hilfe benötigt werde, so die Forscherin weiter. "Hinzu kommt, dass Generationen, für die ein selbstverständlicher Umgang mit digitalen Möglichkeiten die Lebensspanne begleitet, darauf natürlich im Alter nicht verzichten möchten."

105-2021        (mf)                 29. November  2021