Pressemitteilung

"Wir brauchen Hilfe bei Ausweitung der Tests"

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Diözese Münster (cpm). Mit hohem Aufwand versuchen die 205 Altenheime der Caritas ihre Bewohnerinnen und Bewohner in der vierten Corona-Welle zu schützen. Wird, wie zu erwarten, bald wieder eine Testpflicht für Besucher eingeführt, "benötigen wir allerdings Hilfe", erklärt Anne Eckert, Referatsleiterin Altenhilfe und Sozialstationen im Diözesancaritasverband Münster. Dann sollten wie im Frühjahr DRK, THW oder Bundeswehr wieder Testungen übernehmen: "Damit haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht." Die Mitarbeitenden in der Pflege haben in den letzten 20 Monaten extrem viel geleistet, sagt Pflegedienstleiter Norbert Stürikow aus dem Seniorenheim St. Stephanus in Hamm: "Noch mehr geht nicht."

Dabei stehen die Caritas-Einrichtungen im nordrhein-westfälischen Teil des Bistums Münster gut da. Die Mitarbeitenden sind je nach Region zu 75 bis 98 Prozent geimpft, die Bewohner selbst zu 85 bis 100 Prozent. Alle Drittimpfungen sind bereits erfolgt, berichtet Eckert, Sobald sechs Monate nach der letzten Immunisierung verstrichen sind, "impfen die Hausärzte vor Ort sowohl Bewohner wie auch Mitarbeitende".

Um den Schutz weiter zu erhöhen, werden ungeimpfte Mitarbeitende schon bislang täglich getestet und geimpfte zwei- bis dreimal in der Woche. Zwar wird ein Test für geimpfte Besucher derzeit entsprechend den Verordnungen nicht verlangt, aber viele der Altenheime würden Zeitfenster für freiwillige Tests anbieten, erklärt Eckert.

Noch mehr, so Norbert Stürikow, könne er seinen Pflegekräften nicht mehr aufbürden. Wie auf den Intensivstationen seien auch sie erschöpft. Einige von ihnen gäben auf oder reduzierten die Arbeitszeit. Werde die Testpflicht ausgeweitet, gehe das nur mit externer Hilfe. Dafür müsse die Übernahme der Kosten gesichert sein.

101-2021        (hgw)              12. November  2021